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Haut- und Stoffwechselprobleme
Ein Blick hinter die Kulissen

Wenn das Fell stumpf wird, der Juckreiz plagt oder der Fellwechsel stockt, liegt die Ursache oft tiefer. Die Haut ist der Spiegel der inneren Gesundheit – insbesondere des Stoffwechsels, der Leber und des Darms.

Das Problem:
Wenn der Motor ins Stocken gerät

Stoffwechselerkrankungen und Hautprobleme gehören heute zu den häufigsten Zivilisationskrankheiten bei Pferden. Sie hängen meist eng zusammen und belasten das Wohlbefinden unserer Vierbeiner massiv. Zu den bekanntesten Bildern gehören:

  • EMS (Equines Metabolisches Syndrom): Die «Wohlstandserkrankung», oft geprägt von Übergewicht, Fettpolstern und der Gefahr von Hufrehe.
  • PPID (Cushing): Eine hormonelle Störung, die sich vor allem durch extremes, lockiges Fell und verzögerten Fellwechsel zeigt.
  • Sommerekzem & Mauke: Während das Ekzem eine allergische Überreaktion ist, zeigt sich Mauke oft bei geschwächtem Immunsystem. Beide profitieren massiv von einer Entlastung des Stoffwechsels.

Die Entgiftungsorgane im Fokus:
Leber & Darm

Ist die Leber durch Umweltgifte, Medikamente oder Überfütterung überlastet, oder ist die Darmflora aus dem Gleichgewicht geraten, sucht sich der Körper ein Ventil. Dieses Ventil ist oft die Haut. Schuppen, Juckreiz oder Entzündungen sind daher häufig das sichtbare Signal einer inneren Überlastung.

Ganzheitliche Lösungsansätze

Eine nachhaltige Besserung gelingt selten durch Cremes allein. Wir müssen das Problem an der Wurzel packen:

1. Bedarfsgerechte Fütterung

Zucker- und stärkearmes Futter (Reduzierung von Getreide und Weidezeit bei gefährdeten Pferden) bildet das Fundament. Eine gezielte Versorgung mit hochwertigen Spurenelementen (wie Zink, Kupfer und Selen) unterstützt die Regeneration von Haut und Horn.

2. Entlastung & Entgiftung

Durch den gezielten Einsatz von ausgewählten Kräutern (z. B. Mariendistel für die Leber oder Brennnessel für die Nieren) kann der Körper sanft bei der Ausleitung von Schadstoffen unterstützt werden.

3. Bewegung als Medizin

Besonders bei stoffwechselerkrankten Pferden ist ein angepasstes, regelmässiges Training unverzichtbar, um den Energieumsatz zu aktivieren und den Insulinhaushalt zu regulieren.

Jedes Pferd ist einzigartig. Ein fundierter Blick auf Haltung, Fütterung und ein eventuelles Blutbild hilft dabei, den passenden Weg zurück ins Gleichgewicht zu finden.

Unsere Aussendienstmitarbeiterin Gül Kalyon steht Ihnen kompetent zur Seite.

Mobil: 079 482 08 47 (Geschäftstelefon)
Telefon: 062 865 80 80
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